LR Pichler Rolle: Verstärkte Carabinieri-Kontrollen auf Passstraßen zeigen Wirkung

"Ich danke den Carabinieri für die in dieser Form erstmals durchgeführten Kontrollen auf den Südtiroler Passstraßen; sie zeigen Wirkung", so Landesrat Elmar Pichler Rolle bei einer Aussprache mit General Georg Di Pauli, dem Regionalkommandanten der Carabinieri. Pichler Rolle hat mit dem Carabinieri-General auch über die Aufwertung des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten und Kontrollen in landschaftlich geschützten Gebieten gesprochen.

Die Carabinieri kontrollieren seit heuer verstärkt die Motorradfahrer auf Südtirols Passstraßen. Foto: DiKOM/ohn.

Brigadegeneral Di Pauli ist nicht nur Kommandant des Regionalkommandos, sondern leitet auch das alpine Ausbildungszentrum der Carabinieri in Wolkenstein und kennt Südtirols Bergwelt wie seine Westentasche. "Aus diesem Grund steht er allen Themen, die die Berge im Allgemeinen und die Dolomiten im Besonderen betreffen, äußerst aufgeschlossen gegenüber", sagt Landesrat Pichler Rolle.

Eine der ersten Maßnahmen Di Paulis, der seit Anfang des Jahres als regionaler Carabinieri-Kommandant im Amt ist, war die Einsetzung von Motorradstreifen zur Kontrolle der Passstraßen. "Die hohe Unfallgefahr, die von den Motorrädern ausgeht, sowie der absolut störende Lärm - verursacht durch zu hohe Geschwindigkeit - haben den General dazu veranlasst, mit Lasergeräten ausgerüstete Streifen für die Kontrollen einzusetzen. Die verstärkten Kontrollen haben ihre Wirkung nicht verfehlt, denn es spricht sich unter den Motorradfahrern schnell herum, dass kontrolliert wird", so Pichler Rolle.

Der Landesrat ersuchte Di Pauli, die Kontrollen nicht nur fortzusetzen, sondern möglichst auszudehnen. Eine Verstärkung der Streifendienste hänge von der Verfügbarkeit des Personals ab, erklärte dazu General Di Pauli. Er betonte dabei, dass es bei den Carabinieri für deutschsprachige Bewerber derzeit sogar freie Plätze gebe, der Aufnahmestopp sei aufgehoben worden, und Südtiroler bräuchten auch nicht mehr eine mehrjährige Dienstzeit beim italienischen Heer als Voraussetzung für die Aufnahme vorzuweisen.

Weiteres Thema der Unterredung war die Aufwertung des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten. "Der General hat uns auf einige Problemfelder in Naturschutzgebieten aufmerksam gemacht und ich habe ihn zu einem Folgetreffen mit Mitarbeiten der zuständigen Landesämter für Naturparke und Landschaftsschutz eingeladen. Wir werden einige seiner Anregungen gern aufnehmen", sagt Landesrat Pichler Rolle auch in seiner Eigenschaft als Präsident der UNESCO-Stiftung.

Ein Lob sprach Di Pauli den Hüttenwirten aus, allerdings gebe es auch wenige schwarze Schafe, die es mit den Umweltauflagen alles andere als genau nehmen. "Hier wollen wir verstärkt zusammenarbeiten, denn gerade das Prädikat als UNESCO-Gebiet verlangt einen besonders aufmerksamen Umgang mit der Natur", so Pichler Rolle abschließend.


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